
Mitarbeitende & Unternehmenskultur
Faire Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsformen
Im Zentrum der Arbeitswelt der AUDI AG stehen die Mitarbeitenden. Faire Arbeitsbedingungen und moderne Zusammenarbeitsmodelle bilden das Fundament für eine hohe Arbeitszufriedenheit und schaffen damit die Voraussetzung für ein starkes Unternehmensergebnis und nachhaltigen Erfolg.
Faire Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsformen in Zahlen (2025)
Zahl der dauerhaft Beschäftigten Audi Konzern
absolvierte Qualifizierungsstunden
transformationsrelevante Qualifizierungsstunden
Unternehmenskultur und Chancengleichheit
Die Marke Audi und ihre Modelle kennen viele Menschen. Doch das Unternehmen ist mehr als seine Produkte. Audi stellt den Menschen mit all seinen Facetten in den Mittelpunkt. Gemeinsame Werte und das starke Audi Team bilden das Fundament der Unternehmenskultur.
Unternehmenskultur und Chancengleichheit in Zahlen (2025)
Mitarbeitende im Audi Konzern
%
Frauenanteil im Audi Konzern
%
Audi Ideenprogramm: Realisierungsquote
ESG-Engagement messbar gemacht: Mehr Kennzahlen aus den Bereichen Environmental, Social und Governance finden Sie im Audi Report 2025.
Managementansatz
Wesentliche Auswirkungen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Die Audi Wesentlichkeitsanalyse identifizierte positive und negative Auswirkungen, die sich aus fairen Arbeitsbedingungen, modernen Arbeitsformen und einer gelebten Unternehmenskultur ergeben. Die Auswirkungen sowie die Chancen und Risiken beziehen sich auf das eigene Unternehmen.
Faire Arbeitsbedingungen und moderne Arbeitsformen sind zentrale Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung von Audi und tragen maßgeblich zur Zufriedenheit der Beschäftigten bei. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um leistungsfähige und qualifizierte Arbeitskräfte trotz Fachkräftemangel und internationalem Wettbewerb dauerhaft an ein Unternehmen zu binden. Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende können sich auf die Produktivität, den finanziellen Erfolg sowie die Innovationsfähigkeit und schlussendlich auf die Kundenzufriedenheit und das Image des Unternehmens auswirken. Eine zu hohe Fluktuation aufgrund einer unzureichenden Arbeitgeberattraktivität wiederum könnte beispielsweise zu Produktionsausfällen, zum Verlust von wichtigem Know-how führen und erhöht Rekrutierungskosten.
Etablierte Maßnahmen
Betriebliche Leistungen und Zusatzvereinbarungen, wie die betriebliche Altersvorsorge, medizinische Angebote, Zeitwertpapier-Freistellung sowie Leasing- und Kaufvorteile für Audi Fahrzeuge gelten für alle Mitarbeitenden. Außerdem gilt für Mitarbeitende der deutschen Standorte bis Ende 2033 eine Beschäftigungsgarantie, die im Rahmen der Audi Zukunftsvereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat vereinbart wurde. Arbeitsverträge sind bei der AUDI AG grundsätzlich unbefristet. Ausnahmen gibt es zum Beispiel für studentische Mitarbeitende.
Die AUDI AG setzt bewusst auf die Weiterentwicklung der Belegschaft. In Entwicklungsgesprächen zwischen den disziplinarischen Führungskräften und deren Mitarbeitenden werden daher mindestens einmal jährlich die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und mögliche Weiterbildungen gemeinsam besprochen. Dies erfolgt für alle Mitarbeitenden (mit variablem Leistungsentgelt sowie im außertariflichen Bereich).
Flexibles Arbeiten: Audi hat moderne Projekthäuser mit individuell nutzbaren Konzepträumen und moderner Ausstattung geschaffen, um abteilungsübergreifendes Arbeiten zu fördern und den Austausch zwischen den Teams nachhaltig zu stärken. Für Aufgaben, die sich auch gut von zu Hause aus erledigen lassen, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, mobil zu arbeiten. So bietet Audi das Beste aus zwei Welten: die Dynamik einer effektiven Zusammenarbeit im Büro und Flexibilität beim Arbeiten von zu Hause.
Darüber hinaus sind Unternehmenskultur und Chancengleichheit entscheidend für den unternehmerischen und wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Firmen, die eine positive Unternehmenskultur und Chancengleichheit fördern, können von höherer Produktivität und einem gestärkten Image profitieren. Es wird ein inklusives Arbeitsumfeld geschaffen, in dem alle Mitarbeitenden, unabhängig von persönlichen Merkmalen wie beispielsweise dem Geschlecht, die gleichen Möglichkeiten haben, ihre Fähigkeiten und Talente einzubringen. Dies steigert die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und fördert Innovation. Im Gegensatz dazu kann die Vernachlässigung dieser Themen dazu führen, dass Mitarbeitende unzufrieden sind und in der Folge das Unternehmen verlassen, womit Know-how, Innovationskraft und Produktivität verloren gehen können. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Potenziale, die sich durch vielfältige und integrative Teams ergeben, nicht genutzt werden – mit negativen Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg. Außerdem geht mit der Nichtbeachtung dieser Themen ein rechtliches Risiko einher.
Formale Verankerung
Die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen bei Audi sind neben den nationalen und internationalen gesetzlichen Regelungen zusätzlich durch Leit- und Richtlinien wie den Audi Code of Conduct und verschiedene Unternehmensrichtlinien sowie Betriebsvereinbarungen geregelt. Diese Regelungen gelten für alle audi Mitarbeitenden gleichermaßen.
Übergreifend ist in der Nachhaltigkeitsstrategie regenerate+ des Volkswagen-Konzerns unter anderem das Ziel verankert, ein sozial verantwortungsvoll handelnder Arbeitgeber für die Beschäftigten zu sein. Die Strategie beschreibt den Weg in eine nachhaltige Zukunft, wobei bezüglich der Beschäftigten ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld, eine vielfältige, inklusive und diskriminierungsfreie Kultur, attraktive Arbeitsplätze, faire Löhne und gute Weiterbildungsmöglichkeiten für eine langfristige Qualifizierung der Beschäftigten im Fokus stehen.
Der Audi Konzern setzt sich aber auch außerhalb der Unternehmensgrenzen ein: Die Anforderungen an Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen in der Lieferkette werden beispielsweise durch den Code of Conduct für Geschäftspartner geregelt.
Die Basis der Unternehmenskultur bei Audi bilden die Unternehmenswerte: Vertrauen, Verantwortung, Mut und Begeisterung. Ergänzend dazu schaffen verschiedene Leitlinien ein gemeinsames Verständnis von Kultur und Werten innerhalb des Unternehmens. Dazu zählen unter anderem die Volkswagen-Konzerngrundsätze, der Audi Code of Conduct, die Grundsatzerklärung zu Diversity & Inclusion, die Volkswagen-Konzernrichtlinie HR Compliance sowie die Charten des Arbeitsbeziehungen, der Berufsausbildung und der Zeitarbeit des Volkswagen-Konzerns.
Betriebliche Mitbestimmung
Die betriebliche Mitbestimmung ist ein fester Bestandteil der Audi Unternehmenskultur und Ausdruck des unternehmerischen Selbstverständnisses. Die Interessen und Perspektiven der Belegschaft fließen in Entscheidungen und Maßnahmen der AUDI AG zu Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerbelangen ein. Dies geschieht über vielfältige Kanäle und etablierte Verfahren wie konstruktive und kooperative Dialoge und die aktive Einbindung von Mitarbeitenden.
Als Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland unterliegt die AUDI AG den gesetzlichen Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes. Dieses regelt die Mitbestimmungspflichten und definiert, wann und in welchem Umfang die Arbeitnehmervertretung in Entscheidungen der AUDI AG einzubeziehen ist. Darüber hinaus verpflichtet sich das Unternehmen, Mitarbeitende frühzeitig über betriebliche Änderungen zu informieren.
Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Beschwerdekanäle
Neben der betrieblichen Mitbestimmung ist die Rolle der Führungskräfte zentral für die Kultur eines Unternehmens. So wurde die strategische Qualifizierungsinitiative „Leadership next“ zur Weiterentwicklung der Führungskultur im Unternehmen gegründet. Ziel ist es, Führungsverhalten und Mindset so auszurichten, dass die Unternehmensstrategie erfolgreich umgesetzt und die Transformation aktiv gestaltet werden kann. Der Roll-out der Qualifizierung läuft derzeit.
Eine weitere zentrale Säule der Unternehmenskultur ist eine offene Feedbackkultur. Ein Umfeld in dem sich alle Beschäftigten mit ihren individuellen Stärken einbringen können. Regelmäßige Befragungen geben den Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre Meinung zu relevanten Unternehmensthemen sowie zu Veranstaltungen oder Prozessen einzubringen und so aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Unternehmens mitzuwirken.
Allen Beschäftigten der AUDI AG stehen außerdem mehrere (anonyme) Beschwerdekanäle zur Verfügung, unter anderem das anonyme Hinweisgebersystem.
Mitarbeitende sind angehalten, potenzielles Fehlverhalten zu melden, da das Unternehmen jegliche Form von Fehlverhalten, etwa Belästigung oder anderes missbräuchliches Handeln, nicht toleriert. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, unternehmensinterner Richtlinien und der Verhaltensgrundsätze hat bei der AUDI AG oberste Priorität. Unabhängig vom Meldeweg wird allen berichteten Sachverhalten nachgegangen und nach geeigneten Lösungen gesucht. Der Hinweisgebende wird zum Ende des Bearbeitungsprozesses informiert, ob ein Regelverstoß festgestellt werden konnte oder nicht.
Wird bei Beschwerden ein Missstand festgestellt, werden – unter Beachtung nationaler Vorschriften – umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen und deren Umsetzung überwacht, um potenzielle oder tatsächliche negative Auswirkungen zu beenden und ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Arbeits- und Gesundheitsschutz
Sicherheit und Gesundheit haben bei Audi höchste Priorität: Präventive Maßnahmen, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, gezielte Mental-Health Angebote und eine umfassende Notfallorganisation sorgen für Schutz und Wohlbefinden der Mitarbeitenden.
Mehr erfahren
Der Audi Checkup als zentraler Bestandteil des ganzheitlichen Präventionsprogramms bei Audi wird bereits seit 2006 angeboten. Hierbei können Beschäftigte in regelmäßigen Abständen und mit modernster Diagnostik ihren gesundheitlichen Zustand ganzheitlich erfassen lassen. So lassen sich akute und auch potenziell aufkommende Erkrankungen erkennen. Im Rahmen des Mental Health Checkups können Interessierte im Gespräch mit Psychologen ihr eigenes psychisches Wohlbefinden reflektieren. Ziel ist es, psychische Belastungen und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und den Betroffenen unterstützende Handlungsempfehlungen und Hilfsmittel an die Hand zu geben.
Arbeits- und Gesundheitsschutz in Zahlen (2025)
Beschäftigte, die unter das Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit fallen
Sicherheitsbeauftragte unterstützen Führungskräfte beim Arbeitsschutz
Ersthelfende aus-und weitergebildet
ESG-Engagement messbar gemacht: Mehr Kennzahlen aus den Bereichen Environmental, Social und Governance finden Sie im Audi Report 2025.
Managementansatz Arbeits- und Gesundheitsschutz
Motivierte und leistungsfähige Mitarbeitende sind für die AUDI AG ein Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg. Ein ganzheitliches System für Arbeits- und Gesundheitsschutz trägt maßgeblich dazu bei und ist daher für das Unternehmen von hoher Priorität.
Arbeits- und Gesundheitsschutz spielen in der heutigen Arbeitswelt eine wichtige Rolle. Beschäftigte erwarten mehr denn je ein sicheres und gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld von ihrem Arbeitgeber. Ist dies nicht gegeben, wird es Unternehmen unter Umständen nicht gelingen, die notwendigen qualifizierten Fachkräfte einzustellen und zu halten. Zufriedene, gesunde und damit leistungsfähige Mitarbeitende können hingegen ihr volles Potenzial ausschöpfen, bleiben dem Unternehmen länger erhalten und tragen demnach langfristig zum Erfolg eines Unternehmens bei.
Dies gilt insbesondere für produzierende Industrieunternehmen wie die AUDI AG, bei der ein Teil der Mitarbeitenden körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten ausübt und bestimmte Gefährdungen bestehen - beispielsweise bei der Arbeit mit Gefahrstoffen oder an hochautomatisierten Maschinen. Fehlende Schutzmaßnahmen oder eine unzureichende Unterweisung würden die Gesundheit der Mitarbeitenden gefährden.
Richtlinien und Konzepte in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die AUDI AG trägt Verantwortung für den Schutz ihrer Beschäftigten sowie die Schaffung eines sicheren und gesundheitsgerechten Arbeitsumfelds nach geltenden nationalen und europäischen Gesetzen und Verordnungen.
Dies spiegelt sich in verschiedenen, für alle Mitarbeitenden geltenden Richtlinien wider. In ihnen sind die Verantwortlichkeiten für den Arbeits- und Gesundheitsschutz festgelegt und sie definieren grundlegende Anforderungen und Ziele an das Arbeitsschutzmanagement. Dazu gehören konkret spezifische Betriebs- und Arbeitsanweisungen sowie die Unternehmensrichtlinien „Arbeitssicherheit“ und „Gesundheitswesen / Corporate Health“. Zusätzlich sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im „Audi Code of Conduct“ und in der Unternehmensrichtlinie „Gemeinsame Unternehmenspolitik“ verankert.
Diese Richtlinien und Rahmenwerke dienen der Umsetzung und Sicherstellung der Einhaltung der geltenden nationalen und europäischen Gesetze und Verordnungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie berücksichtigen dabei außerdem internationale Standards, wie die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen, der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization – ILO) über grundlegende Rechte und Pflichten bei der Arbeit sowie den zehn Prinzipien des UN Global Compact.
Sie setzen zudem u. a. nationale und europäische Gesetze und Verordnungen sowie Richtlinien zum Arbeitsschutz und die Vorgaben des Standards ISO 45001, einer international anerkannten Norm für Arbeitsschutzmanagementsysteme, um. Alle produzierenden Audi Gesellschaften mit mehr als 1.000 eigenen Beschäftigten ziehen die ISO 45001 als Mindestanforderung an ihr Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit heran.
Zur Förderung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes führte Audi das ISO 45001-Managementsystem an seinen Produktionsstandorten (exkl. Bentley) ein. Mit der erfolgreichen Erstzertifizierung der AUDI AG im Dezember 2025 sind nun mehr als 90 Prozent der Beschäftigten des Audi Konzerns durch ein extern geprüftes Managementsystem erfasst.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einhaltung der Regelungen. Zudem ist jede betriebliche Führungskraft für den Arbeitsschutz in ihrem Aufsichts- und Funktionsbereich verantwortlich. Dabei stehen den Führungskräften Sicherheitsbeauftragte zur Seite.
Kontinuierliche Weiterentwicklung
Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist für die AUDI AG von hoher Bedeutung. Daher werden wesentliche Kennzahlen regelmäßig überwacht und, falls erforderlich, Maßnahmen abgeleitet. Außerdem werden der Betriebsrat*, das Management, das Personalwesen sowie die Mitarbeitenden an der fortlaufenden Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes beteiligt. Auch für Fremdfirmen, die an Standorten der AUDI AG tätig sind, sind klare Anforderungen definiert.
Messung des betrieblichen Unfallgeschehens
Das betriebliche Unfallgeschehen wird bei der AUDI AG für alle Organisationseinheiten kontinuierlich erfasst, überwacht und ausgewertet, um für ein sicheres Arbeitsumfeld zu sorgen. Wichtige Kennzahlen sind unter anderem die Anzahl der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle bei angestellten Beschäftigten oder die Quote der Arbeitsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall in der eigenen Belegschaft (LTIFR). Die LTIFR in der AUDI AG belief sich in den letzten drei Jahren auf: 5,6 (2023) 5,6 (2024) und 5,8 (2025) Ereignisse /Mio. h.















