• CEO Gernot Döllner: „Unsere neuen Modelle sind ein sichtbarer Beleg, dass wir unsere Strategie konsequent umsetzen.“
  • CFO Jürgen Rittersberger: „Globale Herausforderungen erhöhen den Handlungsdruck. Mit mehr Effizienz und klaren Prioritäten stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit von Audi.“
  • Umsatzerlöse liegen bei 29,2 Milliarden Euro, operatives Ergebnis erreicht 1,1 Milliarden Euro, Netto-Cashflow beläuft sich auf 1,9 Milliarden Euro.

Der Audi Konzern hat sich im ersten Halbjahr 2026 in einem anspruchsvollen Marktumfeld behauptet. Geopolitische Unsicherheiten, US-Zölle und der intensive Wettbewerb – insbesondere in China – prägten die Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig treibt Audi die Erneuerung seines Produktportfolios konsequent voran: Mit dem Audi Q9 präsentiert das Unternehmen Ende Juli die neue Spitze des Portfolios und stärkt damit seine Position im Premiumsegment. Im Herbst erweitert der vollelektrische Audi A2 e-tron das Angebot im Einstiegsbereich der Elektromobilität.

Parallel zur Erneuerung seines Modellangebots intensiviert Audi auch die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Für die nächste Phase der Transformation hat der Volkswagen-Konzernvorstand dem Aufsichtsrat ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das auf eine nachhaltige Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns abzielt. Grundlage ist ein Zukunftsplan, der den Konzern und seine Marken schlagkräftiger, zukunftsfähiger und widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen und zunehmenden Risiken machen soll.

Audi CEO Gernot Döllner: „Audi ist ein zentraler Baustein des Konzerns – und Teil der Lösung. Unser gemeinsames Ziel ist ein langfristiger, tragfähiger Fahrplan für die Zukunft. Audi hat bereits Mut zur Erneuerung bewiesen – mit schmerzhaften Entscheidungen wie der Schließung des Werks in Brüssel, aber auch mit mutigen Schritten wie einem konsequent reduzierten Design, dem Einzug in die Formel 1 und der China-exklusiven Schwestermarke AUDI. Wir erneuern Audi konsequent. Das zeigt sich auch an unserem geschärften Portfolio, das sich stärker denn je an den Bedürfnissen unserer Kunden in den Regionen orientiert. Der Audi Q9, der Ende Juli in New York seine Weltpremiere feiert, ist ein sichtbarer Beleg dafür: Unser erstes großes Full-Size-SUV wurde speziell für die Anforderungen des US-Marktes an Raum, technische Exzellenz, Qualität und Sicherheit entwickelt. So stärken wir unsere Position im weltweit zweitgrößten Automobilmarkt.“

„Mit mehr Effizienz, klaren Prioritäten und einer konsequenten Ausrichtung auf unsere strategischen Ziele stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit von Audi. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen, dass die bereits eingeleiteten Maßnahmen, wie eine strikte Kostendisziplin, wirken. Aber sie reichen nicht aus. Schwierige geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erhöhen den Handlungsdruck für die gesamte Automobilindustrie und auch für Audi,“ sagt Audi CFO Jürgen Rittersberger. „Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, müssen wir gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern unser Geschäftsmodell neu ausrichten und weitreichende strukturelle Verbesserungen realisieren.“

Neuer Audi Q9 bildet die Spitze des Portfolios

Der Audi Q9 ist die neue Spitze des Portfolios und stärkt die Premiumpositionierung der Marke. Die Markteinführung in Nordamerika und Europa wird im vierten Quartal erfolgen. Im Herbst 2026 stellt Audi den neuen A2 e-tron vor und ergänzt damit sein Portfolio um einen rein elektrischen Einstieg in die Kompaktklasse. Mit dem A2 e-tron, der am Standort Ingolstadt gefertigt wird, verjüngt die Marke mit den vier Ringen ihr Modellangebot und erweitert damit den Zugang zur elektrischen Premiummobilität.

Weltweite Auslieferungen

Die Marke Audi übergab in den ersten sechs Monaten weltweit über 727.000 Fahrzeuge an Kundinnen und Kunden. Der Rückgang von gut 7 Prozent ist vor allem auf die weiterhin herausfordernde Wettbewerbssituation in China und US-Zölle zurückzuführen. Außerhalb von China zeigte sich das Geschäft deutlich robuster. Die weltweiten Auslieferungen ohne China lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Grundlage für diese Entwicklung bildete die stabile Nachfrage in Deutschland und den weiteren großen europäischen Märkten wie Spanien (+21 Prozent), Italien (+17 Prozent) und Großbritannien (+10 Prozent). Hier lagen die Auslieferungen unabhängig von der Antriebsart deutlich über dem Vorjahreswert.

In Deutschland lieferte Audi in den ersten sechs Monaten rund 108.000 Fahrzeuge aus (+4 Prozent). Stark nachgefragt waren vor allem die vollelektrischen Modelle mit mehr als 25.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Damit stiegen die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 23 Prozent. Neben den batterieelektrischen Modellen (BEV) verzeichneten auch die Plug-in-Hybride (PHEV) eine hohe Nachfrage (+147 Prozent).

Auftragseingänge über Vorjahresniveau

Die Auftragseingänge in Westeuropa lagen antriebsübergreifend 7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die Auftragseingänge für die PHEV-Modelle verzeichneten deutliche Steigerungen (+117 Prozent). Beliebt waren außerdem unter anderem die Modelle Audi Q3 (+49 Prozent) und Audi A6 e-tron (+22 Prozent).

Umsatzerlöse, operatives Ergebnis und operative Umsatzrendite

Die Umsatzerlöse des Audi Konzerns beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 29.177 (H1 2025: 32.573) Millionen Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist vor allem auf ein geringeres Absatzvolumen in einem weiterhin schwierigen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld zurückzuführen, insbesondere in China und den USA. Belastend wirkten zudem negative Produktmix-Effekte sowie geringere Erlöse aus Teilen und Komponenten für die lokale Produktion in China.

Das operative Ergebnis lag mit 1.122 Millionen Euro leicht über dem Vorjahreswert (H1 2025: 1.087 Millionen Euro), die operative Umsatzrendite stieg auf 3,8 Prozent (H1 2025: 3,3 Prozent). Eine fortgeführte strikte Kostendisziplin und geringere Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO₂‑Regulierung machten sich positiv bemerkbar. Auch die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen gingen zurück.

Bentley, Lamborghini und Ducati im Überblick

Die Geschäftsentwicklung von Bentley war im ersten Halbjahr 2026 maßgeblich von den herausfordernden Marktbedingungen in den USA, China und im Nahen Osten geprägt. Die Auslieferungen an Kundinnen und Kunden erreichten 4.211 (H1 2025: 4.876) Automobile. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 1.038 (H1 2025: 1.176) Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag bei 47 (H1 2025: 81) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite bei 4,5 (H1 2025: 6,9) Prozent.

Im gleichen Zeitraum lieferte Lamborghini 5.422 (H1 2025: 5.681) Fahrzeuge aus. Die Umsatzerlöse stiegen auf 1.741 (H1 2025: 1.621) Millionen Euro, begünstigt durch einen vorteilhaften Produktmix sowie eine erhöhte Nachfrage im Individualisierungsgeschäft. Das operative Ergebnis belief sich auf 395 (H1 2025: 431) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite betrug 22,7 (H1 2025: 26,6) Prozent und bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Ducati verkaufte im ersten Halbjahr 27.876 (H1 2025: 30.202) Motorräder. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 489 (H1 2025: 558) Millionen Euro, was den schwierigen Gesamtmarkt widerspiegelt. Das operative Ergebnis erreichte 29 (H1 2025: 53) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite 6,0 (H1 2025: 9,5) Prozent.

Finanzergebnis, Ergebnis nach Steuern und Netto-Cashflow

Das Finanzergebnis des Audi Konzerns belief sich nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2026 auf 402 (H1 2025: 593) Millionen Euro. Das darin enthaltene China-Geschäft trug 73 (H1 2025: 279) Millionen Euro bei.

Das Ergebnis vor Steuern sank auf 1.523 (H1 2025: 1.680) Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern erreichte 1.123 (H1 2025: 1.346) Millionen Euro. Der Netto-Cashflow lag bei 1.885 (H1 2025: 904) Millionen Euro. Eine positive Entwicklung des Working Capitals unterstützte diesen Anstieg. Der Vorjahreswert war durch den Erwerb von Anteilen an der Sauber Holding AG geprägt.

Prognose für 2026

Vor dem Hintergrund eines verschärften Marktumfelds, insbesondere in China, sowie der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten hat der Audi Konzern seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst. Die Umsatzerlöse werden nun zwischen 58 und 63 Milliarden Euro erwartet. Die operative Umsatzrendite soll im Korridor zwischen 5 und 7 Prozent liegen. Für den Netto-Cashflow rechnet der Audi Konzern unverändert mit einem Wert zwischen 3 und 4 Milliarden Euro.

Weitere Informationen bieten das Quarterly Update und das Fact Pack zum ersten Halbjahr 2026.

Ausgewählte Kennzahlen des Audi Konzerns im Überblick

H1 2026

H1 2025

Auslieferungen Automobile Markengruppe

736.878

794.088

Auslieferungen Marke Audi

727.245

783.531

Umsatzerlöse in Millionen Euro

29.177

32.573

Operatives Ergebnis in Millionen Euro

1.122

1.087

Operative Umsatzrendite in Prozent

3,8

3,3

Netto-Cashflow in Millionen Euro

1.885

904

Finanzergebnis in Millionen Euro

402

593

Ergebnis vor Steuern in Millionen Euro

1.523

1.680

Ergebnis nach Steuern in Millionen Euro

1.123

1.346

Auslieferungen Marke Audi

H1 2026

H1 2025

Welt

727.245

783.531

Europa (exkl. Deutschland)

255.932

241.946

Deutschland

107.571

103.273

Nordamerika (exkl. Mexiko)

82.187

98.712

China (inkl. Hongkong)

232.227

287.600

Übersee und Wachstumsmärkte

49.328

52.000