A2 e-tron: Wie Aerodynamik Reichweite und Effizienz verbessert

Audi A2 e-tron mit Designfolierung - Outdoor Fahraufnahme, Exterieur, Dreiviertelfrontansicht

Der neue Audi A2 e-tron ist der effizienteste Audi aller Zeiten. Die Aerodynamik trägt dazu maßgeblich bei.

12,8 Kilowattstunden pro 100 Kilometer (vorläufiger Wert nach WLTP) – dieser Stromverbrauchswert macht den Audi A2 e-tron 140 kW mit optionalem Effizienzpaket zu einem alltagstauglichen Begleiter. Das Modell legt den Fokus auf Effizienz mit dem Ziel: eine möglichst hohe Reichweite, was wiederum wenige Ladevorgänge und dadurch geringe Energiekosten für die Kunden mit sich bringt.

Einer der wichtigsten Hebel für mehr Effizienz ist die Aerodynamik. Bei Geschwindigkeiten ab circa 100 km/h entfallen mehr als 50 Prozent des Energiebedarfs auf die Überwindung des Luftwiderstands. Jede Verbesserung an der Aerodynamik wirkt sich auf die Reichweite aus. Deshalb folgt bereits das Fahrzeugdesign konsequent dem Ziel, die Effizienz zu erhöhen. „Die charakteristische Karosserie des Audi A2 e-tron mit ihrer gerundeten Front, der fließend abfallenden Dachlinie und dem scharf definierten Heck folgt den Prinzipien einer stromlinienförmigen Fahrzeuggeometrie”, erklärt Dr. Moni Islam, Leiter Entwicklung Aerodynamik / Aeroakustik. „Diese Grundform bildet die Basis für eine sehr gute Aerodynamik.“ Mit einem cW-Wert von 0,24 ist der Audi A2 e-tron 140 kW mit Effizienzpaket Klassenbester im Audi Kompaktsegment und übertrifft sogar seinen Vorgänger aus dem Jahr 1999, den Audi A2.

Dr. Moni Islam vor dem Audi A2 e-tron mit Designfolierung - Leiter Entwicklung Aerodynamik / Aeroakustik bei Audi, vor einem Audi A2 e-tron mit Designfolierung.

„Das Besondere an der Aerodynamik des Audi A2 e-tron ist die Vielzahl der Detailoptimierungen, die in Summe zum hervorragenden Gesamtergebnis führen.“

Dr. Moni Islam, Leiter Entwicklung Aerodynamik / Aeroakustik AUDI AG

Durch die Summe an Maßnahmen im Bereich der Aerodynamik haben Moni Islam und sein Team den Energieverbrauch des Audi A2 e-tron 140 kW mit Effizienzpaket um bis zu 0,9 kWh pro 100 Kilometer (WLTP) reduziert im Vergleich zum identischen Fahrzeug ohne Anpassungen.

Audi A2 e-tron mit Designfolierung - Outdoor Fahraufnahme, Exterieur, Dreiviertelheckansicht

Gesamtkonzept

Große, konsequent auf möglichst geringen Luftwiderstand ausgelegte Oberflächen bestimmen das Exterieur. Die monolithische Form und eine saubere Flächengestaltung mit speziellen Detaillösungen sorgen für eine verbesserte Aerodynamik und damit mehr Reichweite.

Illustration - Audi A2 e-tron - Aerodynamik - Die Abbildung zeigt die Luftströmung im Bereich der hinteren Fahrzeugecke des Audi A2 e-tron. Die Detailansicht zeigt die Abrisskanten an den Rückleuchten und am Spoiler.

Dachlinie und Heck

Die A-Säule leitet nahtlos in ein weit gezogenes Dach über, das ein luftiges Raumgefühl erzeugt. Nach hinten fällt die Dachlinie zunächst sanft ab und endet dann am Spoiler abrupt. Die Kontur der C-Säule und die scharf ausgeprägte Kante am hinteren Stoßfänger tragen zusätzlich dazu bei, dass sich die Luft kontrolliert vom Fahrzeug löst und möglichst geringe Wirbelverluste entstehen.

Illustration - Audi A2 e-tron - steuerbarer Kühllufteintritt - Die Abbildung zeigt die Einbauposition und Funktion des steuerbaren Kühllufteintritts.

Steuerbarer Kühllufteinlass

Die gezielte automatische Regelung des Kühlluftstroms ist eine besonders wirksame Maßnahme, um den Luftwiderstand deutlich zu senken. Sind die Lufteinlässe geschlossen, wird der größte Teil der anströmenden Luft unter das Fahrzeug geleitet. Dort strömt sie am Frontsplitter vorbei und sorgt für eine kontrollierte Umströmung des Unterbodens.

Audi A2 e-tron mit Designfolierung - Outdoor Standaufnahme, Exterieur, Detailansicht des Felgendesigns

Aerodynamikräder

Audi hat ausgewählte Radvarianten des Audi A2 e-tron für geringeren Luftwiderstand optimiert. Die Felgen haben einen hohen geschlossenen Flächenanteil und einen besonders harmonischen Übergang zum Reifen. Das reduziert Luftverwirbelungen an den Rädern und verbessert die Umströmung des gesamten Fahrzeugs.

Robby Pyttel vor dem Audi A2 e-tron mit Designfolierung - Verantwortlicher Ingenieur für die Aerodynamik- und Aeroakustik-Entwicklung des Audi A2 e-tron

„Besonders stolz bin ich darauf, dass jede aerodynamische Maßnahme einem klaren Zweck dient und sich gleichzeitig harmonisch in das Audi Design einfügt. So entsteht eine Formensprache, in der Funktion und Ästhetik eine Einheit bilden.“

Robby Pyttel, verantwortlicher Ingenieur für die Aerodynamik- und Aeroakustik-Entwicklung des Audi A2 e-tron

Robby Pyttel arbeitet im Team von Moni Islam als verantwortlicher Ingenieur für die Aerodynamik- und Aeroakustik-Entwicklung des Audi A2 e-tron. Gemeinsam mit seinen Kollegen hat er die einzelnen Maßnahmen zur Optimierung der Aerodynamik entwickelt. „Eine saubere Luftführung um die Fahrzeugfront ist entscheidend für die Wirksamkeit aller nachgelagerten Aerodynamikmaßnahmen“, so Pyttel. Vor allem in der seitlichen Umströmung der Fahrzeugfront steckt großes Potenzial zur Verringerung von Luftverwirbelungen an den Vorderrädern. Die vertikalen Luftkanäle, sogenannte Air Curtains, lenken den Luftstrom gezielt an den Außenseiten der rotierenden Vorderräder vorbei. Dadurch werden Verwirbelungen im Bereich des Radspalts reduziert und die Strömung stabilisiert. Verstärkt wird dieser Effekt durch zwei weitere Aerodynamikelemente: den Gap Reducer und den Gap Breather. Während der Gap Reducer die Strömungsführung zwischen Rad und Kotflügel optimiert, ermöglicht der Gap Breather eine gezielte Entlüftung des Radhauses. Im Zusammenspiel sorgen die Maßnahmen dafür, dass die Strömung enger an der Karosserie anliegt und der Luftwiderstand weiter reduziert wird. Das Ergebnis sind zusätzliche Effizienz- und Reichweitenvorteile.

Audi A2 e-tron – Aerodynamik – Animation
Audi A2 e-tron – Aerodynamik – Animation

Der Unterboden des Audi A2 e-tron ist weitgehend verschlossen. Saubere Übergänge vom Frontsplitter über die Batterie bis zum Diffusor ermöglichen eine gleichmäßige Unterbodenströmung. „Der Unterboden zählt insgesamt zu den Bereichen, in die wir den größten Entwicklungsaufwand investiert haben“, sagt Robby Pyttel. „Zahlreiche kleine Optimierungen summieren sich hier zu einem erheblichen Beitrag für die Gesamteffizienz.“

Der Audi A2 e-tron ist der Einstieg in die elektrische Kompaktklasse bei Audi. Er wird im Herbst 2026 vorgestellt und ist ab dann bestellbar. Die ersten Auslieferungen starten noch 2026.

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