Zusammen mehr bewirken
Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Deshalb lebt Audi Verantwortung nicht nur in der Beziehung mit seinen Geschäftspartnern. Der Anspruch des Unternehmens ist es, diese Verantwortung gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen entlang der gesamten Lieferkette zu etablieren. Damit verbunden sind zahlreiche weitergehende Anstrengungen.
Innovation und Initiative
Eine große Rolle hierbei spielen beispielsweise das Engagement in industrieweiten Initiativen, neue, innovative Technologien sowie relevante Zertifizierungen und Standards, die helfen, Anforderungen von Audi weiterzugeben und sichtbar zu machen.
Audi ist Mitglied der Aluminium Stewardship Initiative (ASI). Die Mission von ASI ist es, die verantwortungsvolle Produktion, Beschaffung und Verwaltung von Aluminium zu fördern. Seit Gründung der Initiative konnte Audi einen globalen Standard für nachhaltigeres Aluminium mitentwickeln und mit Erfolg unterstützen, diesen zu etablieren. Dieser Standard fordert zum Beispiel, dass Bergbauunternehmen sich beim Abbau des Aluminiumerzes Bauxit genau mit ökologischen, gesellschaftlichen und Governance-Kriterien befassen und somit die Belange der lokalen Anwohner der Minen miteinschließen. Auch deshalb sind Vertreter indigener Völker ein fester Bestandteil der Organisationsstruktur der ASI. Aktuell sind die Standorte Ingolstadt, Neckarsulm und Györ sowohl nach dem ASI Performance Standard als auch dem ASI Chain of Custody Standard zertifiziert. Audi wurde dabei von der Initiative als erster Automobilhersteller mit dem „ASI Performance Standard“-Zertifikat und „ASI Chain of Custody“-Zertifikat ausgezeichnet. Darüber hinaus fordert Audi die Belieferung mit ASI-Chain-of-Custody-zertifizierten Materialien in ausgewählten Materialgruppen und arbeitet kontinuierlich an einem weiteren Rollout dieser Anforderungen für weitere relevante Materialgruppen.
Der Volkswagen-Konzern engagiert sich bei The Copper Mark, einer Brancheninitiative, die nachhaltige Prozesse und Transparenz entlang der Kupfer-Wertschöpfungsketten fördert und zum Ziel hat, verantwortungsvoll beschafftes Kupfer auf den Markt zu bringen. Im Namen des Volkswagen-Konzerns sind die AUDI AG (seit 2023) und MAN Truck & Bus SE (seit 2022) Partner von The Copper Mark, wobei die AUDI AG einen Sitz im Beirat innehat.
Die Drive Sustainability Initiative ist eine Partnerschaft von 16 führenden Automobilunternehmen unter dem Dach von CSR Europe. Ziel der Initiative ist es, eine nachhaltige und zirkuläre Automobilwertschöpfungskette zu fördern. Der Volkswagen-Konzern ist ein Gründungsmitglied der Industrieinitiative. Bei DRIVE arbeitet Audi im Konzernverbund aktiv an der Weiterentwicklung des Raw Material Outlook zur Risikoanalyse in Rohstofflieferketten sowie des Sustainability Assessment Questionnaire (SAQ), der Bestandteil des S-Rating-Prozesses des Volkswagen Konzerns ist. Darüber hinaus ist der Konzern im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen in der Initiative aktiv und unterstützt mehrere Vor-Ort-Projekte von DRIVE und CSR Europe.
2023 trat Audi als erster Premium-Automobilhersteller der Alliance for Water Stewardship (AWS) bei. Dieser globale Zusammenschluss aus Unternehmen, NGOs und dem öffentlichen Sektor setzt sich für eine verantwortungsvolle Nutzung von Wasserressourcen entlang der Wertschöpfungskette ein. Im Audi Water Stewardship Program arbeitet Audi eng mit Partnern entlang der Lieferkette zusammen, um Risiken im Zusammenhang mit Wasserknappheit, -verbrauch und -verschmutzung zu erkennen und besser zu verstehen. Darauf aufbauend werden gemeinsame Lösungen entwickelt, um die Umweltauswirkungen zu verringern und einen Beitrag zum globalen Ziel „Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen“ zu leisten.
Das Audi CO₂‑Programm in der Lieferkette wurde 2018 initiiert, mit dem Ziel, den CO₂‑Fußabdruck bereits vor der Fahrzeugproduktion systematisch zu reduzieren. Im Fokus stehen dabei Partnerschaften mit Lieferanten, um Emissionen entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette wirksam zu senken. Zentrale Hebel des Programms sind der verstärkte Einsatz von Grünstrom, die Nutzung von Sekundärmaterialien sowie der Einsatz CO₂‑reduzierter Materialien, unter anderem bei Stahl und Aluminium. Gemeinsam mit seinen Zulieferern arbeitet Audi daran, diese Maßnahmen schrittweise zu skalieren und in die Serienproduktion zu überführen. Ziel ist es, die CO₂‑Emissionen in der Lieferkette messbar zu verringern.
Mit dem Aluminium Closed Loop stärkt Audi die Kreislaufführung eines zentralen Leichtbaumaterials in der Lieferkette. Produktionsreste aus der Fahrzeugfertigung werden systematisch zurückgeführt, aufbereitet und erneut für die Herstellung von Aluminiumbauteilen eingesetzt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten reduziert Audi den Einsatz von Primäraluminium und senkt so den CO₂‑Fußabdruck deutlich. Der Aluminium Closed Loop leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Weiterentwicklung einer zirkulären Wertschöpfungskette.
Seit Anfang 2025 ist die AUDI AG Netzwerkmitglied der Ellen MacArthur Foundation, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Ziel der Stiftung ist ein Wirtschaftssystem, das Abfall und Umweltverschmutzung vermeidet, kreislauffähige Produkte und Materialien in den Mittelpunkt stellt und zur Regeneration der Natur beiträgt. Im Rahmen der Zusammenarbeit verfolgt Audi das Ziel, Kreislaufwirtschaft von Beginn an konsequent mitzudenken. Gemeinsam mit Partnern entlang der Lieferkette und externen Akteuren verankert Audi die Prinzipien des Design for Circularity frühzeitig in Entwicklungs‑ und Designprozessen. So entstehen zirkuläre Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Audi ist sich seiner Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst. Um Nachhaltigkeit in der Lieferkette in den Bereichen Menschen, Umwelt und Innovation aktiv zu gestalten, nutzt Audi verschiedene Instrumente. So stellt das Act4Impact-Programm in der Lieferkette mit einem begleitenden Sustainability-Playbook einen Werkzeugkasten dar, der verschiedene Instrumente bereitstellt, um ein gemeinsames Verständnis füreinander zu schaffen. Ziel dabei ist es, kontinuierlich zu lernen, Ideen auszutauschen und zusammenzuarbeiten, um Veränderungen anzuregen und zu starten. Act4Impact bündelt alle kollaborativen Aktivitäten, etwa durch Schulungen und Workshops.
Leitlinien und Grundsätze
Basis und Rückgrat des Nachhaltigkeitsmanagements sind international anerkannte Leitlinien und Grundsätze.
Der Code of Conduct für Geschäftspartner
Der Code of Conduct für Geschäftspartner des Volkswagen-Konzerns fasst zusammen, welche Erwartungen Audi an seine Partnerunternehmen stellt.
Hinweisgebersystem
Begründete Hinweise auf Verstöße gegen diese Anforderungen werden sehr ernst genommen.
Haben Sie Kenntnis von Verstößen der Audi Geschäftspartner gegen den Code of Conduct oder sind Sie von Verstößen direkt betroffen?
Bitte melden Sie sich unter:
Weitere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme finden Sie hier.
Hinweise richtig melden
Externe Anlaufstellen
Darüber hinaus können Hinweise auf Verstöße gegen verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln im Sinne der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen über die Nationale Kontaktstelle der Bundesregierung oder jede andere Nationale Kontaktstelle gemeldet werden.


