
Compliance, Integrität & Risikomanagement
Managementansatz
Bei Audi sind Compliance und Integrität feste Bestandteile aller Geschäftsprozesse und -entscheidungen. Im Fokus stehen dabei Antikorruption, Menschenrechte und fairer Wettbewerb.
Der Audi Konzern lehnt jede Form von Korruption, Kartellbildung, Geldwäsche oder sonstiger Wirtschaftskriminalität ab. Compliance und Integrität betrachtet das Unternehmen als eine Grundlage für seine Geschäftstätigkeit. Integres Verhalten und Wirtschaften sind Teil der unternehmerischen Verantwortung gegenüber Beschäftigten, Kunden, Geschäftspartnern und weiteren Stakeholdern.
Compliance bedeutet im rechtlichen Sinn, dass sich Unternehmen, ihre Organe und ihre Mitarbeitenden an gesetzliche Vorschriften, Vorgaben von Regulierungsbehörden, unternehmensinterne Richtlinien und Selbstverpflichtungen halten. Sind keine konkreten Regeln vorhanden, entstehen oft Dilemmasituationen. Um in diesen Fällen unabhängig von ökonomischem oder sozialem Druck standhaft zu bleiben, braucht es Integrität – also verantwortungsvolles und unternehmerisches Handeln, ausgerichtet an gesellschaftlich anerkannten und im Unternehmen vereinbarten Werten und Prinzipien.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen für Audi
Wichtige Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden in der Audi Wesentlichkeitsanalyse identifiziert. Compliance und Integrität bilden ein wichtiges Fundament für das Unternehmen – mit direktem Einfluss auf die tägliche Zusammenarbeit, das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern, den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und die Reputation der Vier Ringe. Compliance sowie integres Verhalten und Handeln prägen das Miteinander im Unternehmen, die Entscheidungsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und die vertrauenswürdige und verlässliche Partnerschaft in Geschäftsbeziehungen.
Die Risiken, die durch Gesetzes- und Regelverstöße möglicherweise entstehen, sind vielfältig und können einem Unternehmen in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht schaden.
Klare Verhaltensgrundsätze als Basis
Compliance und Integrität sind in den Geschäftsprozessen von Audi verankert und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Unternehmen gibt verbindliche Compliance-Regularien vor und stellt klare Anforderungen auch an seine Zulieferer und Geschäftspartner. Im Audi Konzern verantwortet der Bereich „Integrität, Compliance, Risikomanagement“ das Thema Compliance Management.
Der Audi Konzern verpflichtet Mitarbeitende und Geschäftspartner zur Einhaltung der verbindlichen Verhaltensgrundsätze Audi Code of Conduct (CoC) bzw. des Volkswagen Code of Conduct für Geschäftspartner (CoCGP).
Der Audi CoC bildet das ethische und wertebasierte Fundament für integres und regelkonformes Verhalten. Er fasst für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte des Audi Konzerns die wichtigsten Grundsätze und Erwartungen an rechtmäßiges, integres und nachhaltiges Verhalten und Handeln zusammen.
Darüber hinaus sind im CoC und CoCGP die Sorgfaltspflichten des Unternehmens und der Geschäftspartner formuliert, ebenso das Bekenntnis zu Chancengleichheit und Gleichbehandlung, zur Achtung der Menschenrechte und des Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Der Audi Konzern erwartet die Einhaltung von geltenden Gesetzen und ethischen Grundwerten nicht nur von den eigenen Mitarbeitenden, sondern auch von seinen Zulieferern und Geschäftspartnern. Audi sieht gemeinsame Werte als Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im CoCGP sind diese in konkrete Anforderungen übersetzt.
Darüber hinaus gilt im Audi Konzern die Volkswagen Sozialcharta, eine Erklärung zu sozialen Rechten, industriellen Beziehungen sowie Wirtschafts- und Menschenrechten.
Managementsysteme und konkrete Maßnahmen stärken Compliance und Integrität
Gemäß rechtlicher Bestimmungen hat der Vorstand der AUDI AG spezifische Managementsysteme als Teil der Corporate Governance eingerichtet: ein Risikomanagementsystem (RMS) einschließlich eines Risikofrüherkennungssystems, ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) und ein Compliance-Management-System (CMS). Sie alle stellen sicher, dass Risiken im Unternehmen identifiziert und bewertet werden, dass Vorgaben hinsichtlich Qualität eingehalten werden und sich das Unternehmen strikt an Regelungen und Gesetze hält. Die Operationalisierung erfolgt konsistent in Unternehmens- und Markengruppenrichtlinien, Prozess- und Arbeitsanweisungen.
Regelmäßige, dialogorientierte Kommunikationsmaßnahmen sowie umfassende Trainings- und Beteiligungsformate tragen dazu bei, bei Mitarbeitenden und Führungskräften ein werteorientiertes Denken und Handeln zu verankern. Regelmäßige, teils verpflichtende Online-Trainings zu Integritätsthemen schaffen ein einheitliches Verständnis und die Basis für ethisch und rechtlich einwandfreies Verhalten.
Analyse von Compliance-Risiken
Die Analyse von Compliance-Risiken in den Gesellschaften des Audi Konzerns geschieht mithilfe des Internal Compliance Risk Assessment (ICRA). Dies ist ein Standardprozess des Volkswagen-Konzerns zur Identifizierung, Bewertung und Dokumentation der Compliance-Risiken in den Kategorien Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie Betrug und Unterschlagung.
Die Ermittlung geschäftsbereichsspezifischer Compliance-Risiken der AUDI AG erfolgt im Rahmen der Automatisierten Compliance-Risiko-Analyse (ACRA). Diese Analyse adressiert Vorstand und Top-Management und deckt neben klassischen Compliance-Themen wie Antikorruption, Fremdvergaben, Menschenrechte und Geschäftspartnerüberprüfung auch Themen wie Arbeitszeit (HR Compliance) und Kartellrecht ab. Die ACRA wird im Ein- bis Drei-Jahres-Rhythmus durchgeführt, abhängig vom Risiko- und Gefährdungspotenzial.
Eine gezielte Regelkommunikation ist Teil der Compliance- und Integritätsaktivitäten: Für kontinuierlichen Informationsfluss und -austausch sorgen die regelmäßigen und außerordentlichen (Ad-hoc-)Berichterstattungen des Chief Compliance Officer an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der AUDI AG, an den Group Chief Integrity & Compliance Officer des Volkswagen-Konzerns sowie bedarfsorientiert an weitere Leitungsfunktionen bei Audi und Volkswagen. Diese Kommunikation umfasst unter anderem den Governance-, Risk- & Compliance-Jahresbericht sowie die Berichterstattung zum Hinweisgebersystem.
Hinweisgebersystem
Das Hinweisgebersystem ist ein unabhängiges und unparteiisches Instrument, um konkrete Anhaltspunkte für potenzielles Fehlverhalten von Mitarbeitenden des Audi Konzerns zu melden und entgegenzunehmen. Mit verbindlichen Grundsätzen und geregelten Verfahren hat das Hinweisgebersystem das Ziel, Schaden vom Unternehmen, von der Gesamtbelegschaft und weiteren Stakeholdern abwenden.
Mehr dazu erfahren Sie hier.
Engagiert gegen Korruption
Weltweit tätige Unternehmen wie die AUDI AG sind in ihrem Geschäftsalltag permanent Korruptionsrisiken ausgesetzt. Der Eintritt eines solchen Risikos kann nicht nur erhebliche finanzielle Schäden verursachen, sondern auch zu Reputationsverlusten führen. Integres Handeln sowie ein fairer Wettbewerb bilden daher das Fundament für den langfristigen Erfolg des Audi Konzerns – über alle Ländergrenzen hinweg.
Mehr zum Thema Antikorruption erfahren Sie hier.
Kartellrecht
Die Einhaltung kartellrechtlicher Bestimmungen ist für den Unternehmenserfolg unverzichtbar. Das Unternehmen verpflichtet seine Mitarbeitenden daher insbesondere im CoC und in unternehmensinternen Regelungen dazu, das Kartellrecht zu beachten. Schulungen sowie spezialisierte Rechtsberater der AUDI AG unterstützen die Mitarbeitenden dabei, kartellrechtlich relevante Situationen zu erkennen und sich regelkonform zu verhalten.




