Zusammen mehr bewirken: Audi und seine Partnerunternehmen
Im Rahmen des Lieferkettenmanagements adressiert Audi Umwelt-, Sozial- und Compliance-bezogene Anforderungen und Erwartungen bei seinen Geschäftspartnern – insbesondere in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsschutz, Umweltmanagement und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken. Audi verpflichtet Geschäftspartner vertraglich zur Einhaltung des Code of Conduct für Geschäftspartner und setzt risikobasierte Prozesse zur Überprüfung dieser Anforderungen ein. Gleichzeitig ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferunternehmen für Audi der richtige Weg, diese Ziele zu erreichen.
Innovation und Initiative
Eine große Rolle hierbei spielen beispielsweise das Engagement in industrieweiten Initiativen, neue, innovative Technologien sowie relevante Zertifizierungen und Standards, die helfen, Anforderungen von Audi weiterzugeben und sichtbar zu machen.
Audi ist Mitglied der Aluminium Stewardship Initiative (ASI). Die Mission der ASI ist es, die verantwortungsvolle Produktion, Beschaffung und Verwaltung von Aluminium zu fördern. Seit Gründung der Initiative konnte Audi einen globalen Standard für Aluminium mit definierten Anforderungen unter Anderem zu Chain-of-Custody sowie Umwelt- und Sozialkriterien mitentwickeln und mit Erfolg unterstützen, diesen zu etablieren. Dieser Standard fordert zum Beispiel, dass Bergbauunternehmen sich beim Abbau des Aluminiumerzes Bauxit genau mit ökologischen, gesellschaftlichen und Governance-Kriterien befassen und somit die Belange der lokalen Anwohner der Minen miteinschließen. Auch deshalb sind Vertreter indigener Völker ein fester Bestandteil der Organisationsstruktur der ASI.
Aktuell sind die Standorte Ingolstadt, Neckarsulm und Györ sowohl nach dem ASI Performance Standard als auch dem ASI Chain of Custody Standard zertifiziert und rezertifiziert. Audi wurde dabei von der Initiative als erster Automobilhersteller mit dem „ASI Performance Standard“-Zertifikat und „ASI Chain of Custody“-Zertifikat ausgezeichnet.
Darüber hinaus fordert Audi die Belieferung mit ASI-Chain-of-Custody-zertifizierten Materialien in ausgewählten Materialgruppen und arbeitet kontinuierlich an einem weiteren Rollout dieser Anforderungen für weitere relevante Materialgruppen.
Der Volkswagen-Konzern engagiert sich bei The Copper Mark. Die Brancheninitiative fördert Transparenz- und Due-Diligence-Prozesse entlang der Kupfer-Wertschöpfungskette gemäß den Anforderungen der Initiative und hat zum Ziel, verantwortungsvoll beschafftes Kupfer auf den Markt zu bringen. Im Namen des Volkswagen-Konzerns sind die AUDI AG (seit 2023) und MAN Truck & Bus SE (seit 2022) Partner von The Copper Mark, wobei die AUDI AG einen Sitz im Beirat innehat.
Die Drive Sustainability Initiative ist eine Partnerschaft von 16 führenden Automobilunternehmen unter dem Dach von CSR Europe. Ziel der Initiative ist es, definierte Maßnahmen zur Verbesserung von Risikoanalyse, Lieferketten-Transparenz und Kreislauffähigkeit in ausgewählten Bereichen der Automobilwertschöpfungskette zu fördern. Der Volkswagen-Konzern ist ein Gründungsmitglied der Industrieinitiative. Bei DRIVE arbeitet Audi im Konzernverbund aktiv an der Weiterentwicklung des Raw Material Outlook zur Risikoanalyse in Rohstofflieferketten sowie des Sustainability Assessment Questionnaire (SAQ), der Bestandteil des S-Rating-Prozesses des Volkswagen Konzerns ist. Darüber hinaus ist der Konzern im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen in der Initiative aktiv und unterstützt mehrere Vor-Ort-Projekte von DRIVE und CSR Europe.
2023 trat Audi als erster Premium-Automobilhersteller der Alliance for Water Stewardship (AWS) bei. Die AWS ist eine globale Multi-Stakeholder-Allianz, die Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und öffentliche Institutionen zusammenbringt, um Water Stewardship und einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasserressourcen zu unterstützen.
Im Audi Water Stewardship Program erfasst und bewertet Audi gemeinsam mit Partnern entlang der Lieferkette Informationen zu wasserbezogenen Risiken und Herausforderungen in relevanten Regionen. Dazu zählen unter anderem Aspekte der Wasserverfügbarkeit, des Wasserverbrauchs und der Wasserqualität.
Das Audi CO₂‑Programm in der Lieferkette wurde 2018 initiiert, mit dem Ziel, den CO₂‑Fußabdruck bereits vor der Fahrzeugproduktion systematisch zu reduzieren. Im Fokus steht dabei die Reduktion der Emissionen entlang der vorgelagerten Wertschöpfungskette zusammen mit den Geschäftspartnern. Zentrale Hebel des Programms sind der verstärkte Einsatz von Grünstrom, die Nutzung von Sekundärmaterialien sowie der Einsatz CO₂‑reduzierter Materialien, unter anderem bei Stahl und Aluminium. Ziel ist es, die CO₂‑Emissionen in der Lieferkette messbar zu verringern.
Mit dem Aluminium Closed Loop stärkt Audi die Kreislaufführung eines zentralen Leichtbaumaterials in der Lieferkette. Produktionsreste aus der Fahrzeugfertigung werden systematisch zurückgeführt, aufbereitet und erneut für die Herstellung von Aluminiumbauteilen eingesetzt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten reduziert Audi den Einsatz von Primäraluminium; daraus können – je nach Bauteil, Materialquelle und Prozess – CO₂-Einsparungen resultieren.
Seit Anfang 2025 ist die AUDI AG Netzwerkmitglied der Ellen MacArthur Foundation, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Ziel der Stiftung ist ein Wirtschaftssystem, das Abfall und Umweltverschmutzung vermeidet, kreislauffähige Produkte und Materialien in den Mittelpunkt stellt und zur Regeneration der Natur beiträgt. Im Rahmen der Zusammenarbeit verfolgt Audi das Ziel, Kreislaufwirtschaft von Beginn an konsequent mitzudenken. Gemeinsam mit Partnern entlang der Lieferkette und externen Akteuren verankert Audi die Prinzipien des Design for Circularity frühzeitig in Entwicklungs‑ und Designprozessen. So entstehen zirkuläre Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Act4Impact unterstützt Lieferunternehmen und weitere Partner mit Schulungen und Arbeitsmaterialien zu den Themen Menschenrechte, umweltbezogene Sorgfaltspflichten, risikobasierte Lieferkettenprozesse und Dokumentation in der Lieferkette. Die Initiative adressiert konkret die Themenfelder menschenrechtliche Sorgfaltspflichten, Beschwerdemanagement, Energie und Emissionen, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Wasser sowie methodische Ansätze für Innovation im Nachhaltigkeitskontext. Mit dem Programm sollen Lieferunternehmen Wissen zu ausgewählten Sorgfaltspflichten- und Nachhaltigkeitsthemen aufbauen. Welche Verbesserungen erzielt werden, hängt von der Umsetzung durch die teilnehmenden Unternehmen und den jeweils definierten Maßnahmen ab.
Leitlinien und Grundsätze
Basis und Rückgrat des Nachhaltigkeitsmanagements sind international anerkannte Leitlinien und Grundsätze.
Der Code of Conduct für Geschäftspartner
Der Code of Conduct für Geschäftspartner des Volkswagen-Konzerns fasst zusammen, welche Erwartungen Audi an seine Partnerunternehmen stellt.
Hinweisgebersystem
Begründete Hinweise auf Verstöße gegen diese Anforderungen werden sehr ernst genommen.
Haben Sie Kenntnis von Verstößen der Audi Geschäftspartner gegen den Code of Conduct oder sind Sie von Verstößen direkt betroffen?
Bitte melden Sie sich unter: whistleblower-office@audi.de
Weitere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme finden Sie hier.
Hinweise richtig melden
Externe Anlaufstellen
Darüber hinaus können Hinweise auf Verstöße gegen verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln im Sinne der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen über die Nationale Kontaktstelle der Bundesregierung oder jede andere Nationale Kontaktstelle gemeldet werden.
