Das Ziel ist die Null – Umweltmanagement in der Audi Produktion

Klimawandel, Wasser- und Ressourcenknappheit sowie der Verlust biologischer Vielfalt gehören zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Audi hat das erkannt und handelt. Mit seinem Umweltprogramm Mission:Zero leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit – an seinen weltweiten Standorten, in der Produktion und in der Logistik.

18.03.2021 Text: AUDI AG – Illustrationen: Getty Images, Robert Fischer Talking Sustainable Business Lesezeit: 8 min

Talking Sustainable Business – Key Facts

  • Kontinuität punktet: Audi treibt das Umweltprogramm Mission:Zero weltweit voran
  • Neue Einflussgröße: Corona beeinflusst die Umweltkennzahlen des Konzerns
  • Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz sind keine Gegensätze, sondern sie gehören untrennbar zusammen

Für Audi ist klar: Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz sind keine Gegensätze, sondern sie gehören untrennbar zusammen, bauen aufeinander auf. Der eine beschleunigt im besten Fall den Erfolg des anderen, und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Automobils. Das Umweltprogramm Mission:Zero ist in diesem Kontext ein Baustein der Unternehmensstrategie.

Der Name deutet es bereits an: Es geht um die konsequente Reduktion unseres ökologischen Fußabdrucks Richtung null. Vier Handlungsfelder spielen dabei eine zentrale Rolle: Dekarbonisierung, Wassernutzung, Ressourceneffizienz sowie Biodiversität. Leitplanken sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) sowie das Umweltleitbild des Volkswagen Konzerns.

Das Ziel von Audi sind die bilanziell CO₂-neutrale 1 Produktion an allen Produktionsstandorten bis 2025 sowie die schrittweise CO₂-Reduktion in der Logistik. Daran arbeiten mit großem Engagement unter anderem Markus Faigl, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Standorte“, und Hans Rosicki, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Logistik.

Markus Faigl, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Standorte“

Markus Faigl, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Standorte“

„Mit Blick auf die Dekarbonisierung der Standorte und der Produktion ist unsere große Herausforderung 2021, den hierfür definierten Masterplan mit den nun priorisierten Maßnahmen umzusetzen“, erklärt Markus Faigl, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Standorte“. Hier wurden vorrangig Maßnahmen mit dem größten Hebel zur CO₂-Einsparung ausgewählt, sodass das Ziel „bilanziell CO₂-neutrale 1 Produktionsstandorte bis 2025“ konkret angegangen wird.

Eine besondere technische Herausforderung ist die Integration der regenerativen Energien in die bestehenden, oftmals über Jahrzehnte gewachsenen Infrastrukturen an den Standorten, währenddessen die Produktion natürlich weiterlaufen muss. Faigl: „An meiner Arbeit mag ich besonders, dass wir mit Mission:Zero einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende bei Audi leisten können und zudem die Energie- und Medieninfrastruktur der Werke diesbezüglich zukunftsfähig machen.“ Gute Beispiele dafür muss man nicht lange suchen: 2020 erreichte Audi Hungaria, nach Audi Brussels in 2018, als zweiter Audi Standort die bilanzielle CO₂-Neutralität. 1

2020 erreichte Audi Hungaria, nach Audi Brussels in 2018, als zweiter Audi Standort die bilanzielle CO₂-Neutralität.

Markus Faigl, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Standorte“

Hans Rosicki, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Logistik“

Hans Rosicki, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Logistik“

Mit dem Anspruch, CO₂-neutrale 1 Premiummobilität zu bieten, will Audi als ein Beitrag hierzu alle Standorte bis 2025 bilanziell CO₂-neutral 1 betreiben. Um das Ziel zu erreichen, werden vier zentrale Ansätze verfolgt. Erstens: kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz im Rahmen des Energiemanagements. Zweitens: Ausbau der Versorgung mit erneuerbaren Energien an den Standorten. Drittens: Bezug regenerativer Energien. Sowie viertens: Ausgleich derzeit nicht vermeidbarer CO₂-Emissionen durch Kompensationsprojekte.

„Schaue ich auf die  CO₂-Reduktion in der Transportlogistik, bin ich rückblickend ziemlich stolz, dass wir 2020 einen großen Schritt weitergekommen sind“, erklärt Hans Rosicki, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Logistik“. „Wir nutzen die Synergien in der Supply Chain durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Werken und der Zentrale, arbeiten im Verbund des Volkswagen Konzerns und kooperieren mit externen Partner_innen. So ist es den Kolleg_innen in der Transportplanung gelungen, Transporte auf die Bahn umzustellen und verstärkt Lkw mit alternativen Kraftstoffen einzusetzen. Um alle Mitarbeitenden für das Thema Klima- und Umweltschutz in der Logistik zu sensibilisieren, haben wir zudem umfangreiche Qualifizierungsprogramme aufgebaut und durchgeführt.“

Schaue ich auf die CO₂-Reduktion in der Transportlogistik, bin ich rückblickend ziemlich stolz, dass wir 2020 einen großen Schritt weitergekommen sind.

Hans Rosicki, Leiter des Handlungsfelds „Dekarbonisierung Logistik“

Direkte (Scope 1) und Indirekte (Scope 2) Treibhausgasemissionen Audi Konzern in t

Die enorme Reduzierung der CO₂-Emissionen hat vielfältige Gründe. Zum einen sanken der allgemeine Energiebedarf und der Einsatz an Brennstoffen. Zum anderen schritt der Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen an den Standorten weiter voran mit erhöhtem Bezug von Grünstrom in Neckarsulm und San José Chiapa und dem Bezug von Biogaszertifikaten in Győr.

  2018 2019 2020
Emittierte CO₂-Emissionen gesamt 619.140 451.725 231.334
Direkte CO₂-Emissionen (Scope 1)5 202.031 198.730 172.387
Indirekte CO₂-Emissionen (Scope 2)6 417.110 252.9957 58.946

5) Direkte CO₂-Emissionen: Diese Kenngröße setzt sich aus CO₂-Emissionen zusammen, die durch den Brennstoffeinsatz am Standort sowie durch CO₂-Emissionen aus dem Betrieb von Prüfständen verursacht werden.
6) Der Prozess zur Auswahl der relevanten Emissionen sowie die verwendeten Emissionsfaktoren sind – wie der gesamte Prozess der Kennzahlenerhebung – in der Volkswagen Norm 98000 verankert. Grundsätzlich verwendet Audi die realen Emissionsfaktoren der Energieversorgungsunternehmen, wenn dies nicht möglich ist, wird mit den Standardfaktoren der VDA gerechnet.
7) Korrektur in der Erfassung Grünstrom für das Jahr 2019

Sonstige Luftemissionen in t

Neben den CO₂-Emissionen an den Produktionsstandorten misst Audi weitere Emissionen, die beispielsweise durch Lackierarbeiten, den Betrieb von Prüfständen oder vorhandene Energieerzeugungsanlagen entstehen. Die Emissionsreduktion im Berichtsjahr erklärt sich durch eine – Coronabedingte – geringere Produktionsstückzahl, durch die weniger Fahrzeugoberfläche lackiert wurde (VOC und Gesamtstaub). Zusätzlich gab es jedoch im Berichtsjahr 2020 vorgenommene Prozessoptimierungen in den Lackierereien, die sich nicht nur im Berichtsjahr, sondern auch langfristig positiv auswirken werden.

  2018 2019 2020
Direkte NOx-Emissionen8 202 190 177
Schwefeldioxid (SO₂) 2,14 2,05 2,03
VOC-Emissionen9 1.081 916 815
Gesamtstaub (PM) 58 41 33

8) Direkte NOX-Emissionen: Diese Kennzahl setzt sich aus NOX-Emissionen zusammen, die durch die am Standort vorhandenen Heizhäuser, Lackierereien sowie den Betrieb von Prüfständen verursacht werden.
9) VOC-Emissionen: VOC („volatile organic compounds“; flüchtige organische Verbindungen): Diese Zahl setzt sich aus den Emissionen der Lackierereien, der Prüfstände sowie sonstiger Anlagen zusammen.

Die große Herausforderung, den Frischwassereinsatz zu reduzieren und die Kreislaufführung zu erhöhen, liegt in der hohen Standortabhängigkeit im Bereich Wasser.

Daniel König, Leiter des Handlungsfeldes „Wassernutzung

Daniel König, Leiter des Handlungsfelds „Wassernutzung“

Daniel König, Leiter des Handlungsfelds „Wassernutzung“

Wasserknappheit verhindern, Trinkwasserqualität sichern: Wenn es um Wasser geht, setzt Audi bei der nachhaltigen Produktion seiner Automobile auf effiziente Prozesse und einen Wasserkreislauf in seinen Produktionsstätten. „Der sorgsame Umgang mit Ressourcen wie Wasser ist ein wesentliches Thema der Audi Umweltpolitik“, sagt Daniel König.

Ein gutes Beispiel dafür ist der 2020 Audi weit zusätzlich eingeführte nachhaltige Wasserkennwert (KPI-WasserAUDI). Er wertet den Wasserverbrauch entsprechend den unterschiedlichen Standortbedingungen und bezieht diesen auf die produzierten Einheiten. Daniel König: „Mit der neuen Kennzahl können wir Maßnahmen so steuern, dass sie gezielt am Ort des höchsten Nutzens für ganz Audi umgesetzt werden.“

Meine Vision ist es, einen 100-prozentigen Kreislauf in unserer gesamten Produktionskette zu etablieren.

László Horváth, Leiter des Handlungsfelds „Ressourceneffizienz“

László Horváth, Leiter des Handlungsfelds „Ressourceneffizienz“

László Horváth, Leiter des Handlungsfelds „Ressourceneffizienz“

Natürliche Ressourcen sind wesentliche Produktionsfaktoren und Basis industrieller Wertschöpfung. Audi will Ressourcen noch effektiver und effizienter einsetzen, zudem entwickelt das Unternehmen seine Recyclingkompetenzen stetig weiter.

Ressourceneffizienz ist dabei viel mehr als Abfallmanagement. Sie fängt bei der richtigen Materialverwendung entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses an und endet in der Wiederverwendung. „Meine Vision ist es, einen 100-prozentigen Kreislauf in unserer gesamten Produktionskette zu etablieren“, erklärt László Horváth.

Umweltschutz ist die Summe vieler kleiner Dinge – und an einem Projekt in Neckarsulm wurde dies jüngst deutlich. Bei der Montage eines Fahrzeugs fallen zahlreiche Verpackungsmaterialien an, da die meisten Teile durch Zulieferfirmen zum Schutz, etwa in Folien, verpackt sind. Audi sammelte Abfallfolien in großem Umfang, lieferte diese an ein regional ansässiges Verwertungsunternehmen, das daraus wieder neue Folien herstellt, die erneut im Werk Verwendung finden. „Dieses Beispiel hat doppelten Effekt: kleinere Umweltauswirkung durch die stoffliche Verwertung anstatt Verbrennung. Und wenig CO₂-Ausstoß durch die kurzen Transportwege“, erklärt László Horváth. So bleibt der Rohstoff noch länger innerhalb des Audi Kreislaufs. Horváth: „Das gelingt durch den Einsatz von neuester Technologie und durch starke Partnerschaften. Denn nur gemeinsam mit anderen Unternehmen – etwa unseren Zuliefer- und Recyclingfirmen – und deren spezifischem Know-how können wir unsere Ziele erreichen.“

Dieses spannende Themenfeld bietet Sinnhaftigkeit, fordert aber auch, innovativ und kreativ tätig zu sein - gepaart mit ständiger Überzeugungsarbeit.

Antje Arnold, Leiterin des Handlungsfelds „Biodiversität“

Antje Arnold, Leiterin des Handlungsfelds „Biodiversität“

Antje Arnold, Leiterin des Handlungsfelds „Biodiversität“

Neben dem Klimawandel zählt der Verlust der Artenvielfalt zu den größten ökologischen Herausforderungen. Audi setzt sich für den Erhalt der Biodiversität ein und ist vor mehreren Jahren bereits der Initiative „Biodiversity in Good Company“ beigetreten. „Als Beitrag zum Erhalt biologischer Vielfalt setzt Audi darüber hinaus an allen Standorten Biodiversitätsprojekte um“, erklärt Antje Arnold. „Das Wunderbare dabei ist, dass die Ergebnisse unserer Arbeit in diesem Bereich oft sichtbar werden – wie wir an einem unserer biodiversen Leuchtturmprojekte in der Audi Fertigung Münchsmünster beobachten können. Die Freiflächen des gesamten Standortes wurden naturnah gestaltet. Hier nehmen die für die Region interessanten und wichtigen Arten beständig zu. Das macht einfach riesig Spaß!“

In Planung für 2021 sind weitere biodiverse Gestaltungsprojekte in den Außenanlagen der Standorte – zum Beispiel Fassadenbegrünungen oder die Umwandlung von Rasenflächen in blühende Wiesen.

Als Beitrag zum Erhalt biologischer Vielfalt setzt Audi darüber hinaus an allen Standorten Biodiversitätsprojekte um.

Antje Arnold, Leiterin des Handlungsfelds „Biodiversität“

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