Neue Scheiben für den Audi Q4 e-tron aus recyceltem Autoglas

Irreparable Windschutzscheiben werden meist zu Dämmmaterial oder Hohlglas verarbeitet. Audi und seine Partnerfirmen wollen das ändern. Aus dem nicht reparierbaren Autoglas soll ein Wertstoff für die Serienproduktion entstehen – ein bislang einmaliger Vorgang.

25.04.2022 Lesezeit: 4 min

Audi Q4 e-tron: Verbrauch kombiniert*: Benzin 18,3–15,2 l/100km | Strom 18,2–15,8 kWh/100km (NEFZ); 21,3–17,0 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: Strom 0 g/km

Audi Q4 e-tron: Verbrauch kombiniert*: Benzin 18,3–15,2 l/100km | Strom 18,2–15,8 kWh/100km (NEFZ); 21,3–17,0 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: Strom 0 g/km

Beschädigte Autoscheiben: ein Werkstoff mit Potenzial?

Im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts stellt sich Audi gemeinsam mit seinen Partnerfirmen der Herausforderung, einen bilanziell 1 geschlossenen Materialkreislauf für Autoglas zu etablieren. Die Wiederaufbereitung des beschädigten Glases zu neuen Scheiben spart nicht nur Ressourcen, sondern auch Energie und Wasser für die Herstellung von Scheiben. Die so gefertigten Autoscheiben will Audi perspektivisch in der Serienproduktion der Audi Q4 e-tron Modelle verwenden – ein bislang einmaliger Kreislauf.

Audi Q4 e-tron: Verbrauch kombiniert*: Benzin 18,3–15,2 l/100km | Strom 18,2–15,8 kWh/100km (NEFZ); 21,3–17,0 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: Strom 0 g/km

Audi Q4 e-tron: Verbrauch kombiniert*: Benzin 18,3–15,2 l/100km | Strom 18,2–15,8 kWh/100km (NEFZ); 21,3–17,0 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: Strom 0 g/km

„Wir sehen hier Chancen, weitere Materialien in Kreisläufen zu führen. Ziel ist es, den Anteil an Sekundärmaterialien in unseren Fahrzeugen zu erhöhen. Im Rahmen unserer Untersuchungen haben wir automobiles Glasrecycling als Potenzial identifiziert. Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen nehmen wir uns diesem im Pilotprojekt nun an.“

„Wir sehen hier Chancen, weitere Materialien in Kreisläufen zu führen. Ziel ist es, den Anteil an Sekundärmaterialien in unseren Fahrzeugen zu erhöhen. Im Rahmen unserer Untersuchungen haben wir automobiles Glasrecycling als Potenzial identifiziert. Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen nehmen wir uns diesem im Pilotprojekt nun an.“

― Philipp Eder, Projektleiter Kreislaufwirtschaft in der Strategie Beschaffung bei Audi.

Der erste Recycling-Schritt: Altglas zerkleinern, trennen und aufbereiten

Im Pilotprojekt von Audi wandert die zuvor irreparabel beschädigte Autoscheibe zunächst zu Reiling, wo die alten Scheiben zerkleinert und dann aufbereitet werden. Das Ziel: die automobile Verglasung in die Produktion von Flachglas zurückzuführen. „Bislang wurden aus dem Rezyklat meist Getränkeflaschen hergestellt“, erklärt Daniel Rottwinkel, Betriebsleiter bei Reiling. Und genau hier setzt das gemeinsame Pilotprojekt an: nämlich das beschädigte Glas wieder zur Ursprungsqualität für Autoscheiben aufzubereiten. Um aus dem alten Glas ein wiederverwertbares Rezyklat herstellen zu können, sortiert das Unternehmen die glasfremden Stoffe, wie PVB-Kunststofflayer (Poly-Vinyl-Butyral) im Glas, Scheibeneinfassungen, Metalle und Drähte akribisch aus. Die sogenannte Ausschleusung erfolgt mittels Magneten, Nicht-Eisen-Metallabscheidern, Absauganlagen und elektro-optischer Sortieraggregate.

Aus Scherben entsteht neues Basisglas

In der Floatanlage im nordrhein-westfälischen Herzogenrath verarbeitet Saint-Gobain Glass im nächsten Recyclingschritt das von Reiling aufbereitete und weitestgehend von Reststoffen befreite Glasrezyklat zu Flachglas. Das sind rund drei mal sechs Meter große Rechtecke, aus denen im weiteren Prozess das Schwesterunternehmen Saint-Gobain Sekurit Automobilverglasung herstellt. Voraussetzung für das Endprodukt Basisglas: ein möglichst reines und homogenes Glasrezyklat.

 

Das Rezyklat mischt Saint-Gobain neben den Scherben aus nicht automobilen Quellen in einer Größenordnung von 30-50 Prozent den Grundbestandteilen von Glas wie Quarzsand, Soda und Kalk bei. „Für uns ist dieser Kreislauf, aus defekten Autoscheiben neue herzustellen, ein wichtiger Schritt zu einer ressourcen- und energieschonenden Produktion von Autoglas“, sagt Dr.-Ing. Markus Obdenbusch, verantwortlicher Produktionsleiter der Saint-Gobain Float am Standort Herzogenrath. 

Anlieferung des Glasrezyklats bei Saint Gobain Glass
Anlieferung des Glasrezyklats bei Saint Gobain Glass

Beträchtliches Einsparpotenzial

„Wir stehen am Anfang der Betrachtung von Glas als Rezyklat und erwarten demzufolge weiteres Verbesserungspotenzial“, erklärt Obdenbusch. Über das Pilotprojekt mit Audi hinaus hat sich Saint-Gobain vorgenommen, innerhalb der kommenden drei Jahre bis zu 30.000 Tonnen Scherben für die Produktion in Herzogenrath einzusetzen, was wiederum Energie sowie CO₂ einspart. Bei einer typischen Tagestonnage emittiert das Unternehmen dadurch bis zu 75 Tonnen CO₂ weniger. Auch der Wasserverbrauch sinkt, der ansonsten für die Herstellung von neuem Glas angefallen wäre.

Vision: Einsatz in der Serienproduktion des Audi Q4 e-tron

Die drei beteiligten Partnerunternehmen haben sich vorgenommen, den Prozess zunächst ein Jahr lang zu testen, um Erfahrungen zu Materialqualität, Stabilität und Kosten zu sammeln. Wenn das Glasrecycling wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll umgesetzt werden kann, sollen die so entstandenen Autoscheiben in die Baureihe Audi Q4 e-tron eingebaut werden.

Audi Q4 e-tron: Verbrauch kombiniert*: Benzin 18,3–15,2 l/100km | Strom 18,2–15,8 kWh/100km (NEFZ); 21,3–17,0 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: Strom 0 g/km

Audi Q4 e-tron: Verbrauch kombiniert*: Benzin 18,3–15,2 l/100km | Strom 18,2–15,8 kWh/100km (NEFZ); 21,3–17,0 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: Strom 0 g/km

Nachhaltigere Wertschöpfungsketten

Das Pilotprojekt ist ein Beispiel, wie Audi mit Partnerunternehmen daran arbeitet, Materialien, von denen große Mengen benötigt werden, in intelligenten Kreisläufen zu führen. Ziel ist es, überall dort Sekundärmaterial einzusetzen, wo es technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, um auf diese Weise die Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten und Ressourcen zu schonen.

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